Lymphknoten schlüsselbein schmerzen
Lymphknoten im Ober- oder Unterbauch können Schmerzen, Druckgefühl oder Durchfälle verursachen. Seltener sind Milz und Leber durch den Befall mit Lymphomzellen .Geschwollene Lymphknoten, Symptome, Ursachen, Behandlung
Geschwollene Lymphknoten sind meist das Folge einer bakteriellen oder viralen Infektion. In selteneren Fällen werden geschwollene Lymphknoten durch Krebs verursacht.
- Die Lymphbahn, auch Lymphdrüsen genannt, spielen eine wichtige Rolle bei der Infektionsabwehr des Körpers.
Die Aufgabe der Lymphknoten besteht darin, Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger abzufangen, bevor sie andere Teile des Körpers infizieren können.
Geschwollene Lymphknoten finden sich häufig am Hals, unter dem Kinn, in den Achselhöhlen und in der Leistengegend.
ÜBERSICHT
Was genau sind Lymphknoten
Lymphknoten sind kleine, bohnenförmige Gebilde, das in der Regel weniger als 2,5 cm lang sind. Sie sind im ganzen Körper entlang die Lymphbahnen verteilt, wo sie die Lymphe filtern, bevor sie wieder dem Blut zugeführt wird. Im Zns gibt es keine Lymphknoten.
Es gibt drei oberflächliche Regionen auf jeder Seite des Körpers, in denen selbst die Lymphknoten konzentrieren. Es handelt sich um das Leistenlymphknoten in der Leiste, die Axillarlymphknoten in die Achselhöhle und die Halslymphknoten im Nacken.
Lymphknotenschwellung: Woran erkennbar man Lymphknotenkrebs?
Quelle: YouTube/DoktorWeigl
Der typische Lymphknoten ist von einer Bindegewebe umgeben und in Abschnitte unterteilt, die Lymphknoten bezeichnet werden. Die Lymphknoten sind dichte Ansammlungen von Lymphozyten und Makrophagen, die durch Lymphknotenhöhlen voneinander getrennt sind. Die afferenten (zuführenden) Lymphgefäße treten an verschiedenen Stellen in der Peripherie (Randbereich) des Knotens ein und führen die Lymphe in den Knoten, indem siehe an der gewölbten (konvexen) Seite in den Knoten eintreten.
Die Lymphe bewegt sich durch die Lymphsinushöhlen und tritt in ein drainierendes Lymphgefäß ein, das selbst in einer Einbuchtung, dem Hilum, befindet und das Lymphe aus dem Knoten abtransportiert.
Symptome
Geschwollene Lymphknoten sind einer Zeichen dafür, dass irgendwo im Körper etwas nicht stimmt. Schon beim ersten Anschwellen der Lymphknoten bemerkt man das:
Je nach Ursache der Lymphknotenschwellung können weitere Anzeichen und Symptome auftreten:
- fließende Nase, Halsschmerzen, Fieber und andere Anzeichen einer Infektion der oberen Atemwege,
- allgemeine Schwellung der Lymphknoten am ganzen Körper (Dies kann an eine Infektion, z. B. mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) oder Mononukleose, oder auf eine Störung des Immunsystems, z. B. Lupus oder rheumatoide Arthritis, hinweisen),
- harte, feste, schnell wachsende Knoten, die auf eine mögliche Krebserkrankung oder ein Lymphom hinweisen,
- Fieber,
- nächtliche Schweißausbrüche
Behandlung bei geschwollene Lymphknoten
Durch Viren verursachte Lymphknotenschwellungen bilden sich in die Regel nach Abklingen der Virusinfektion zurück. Eine Behandlung mit Antibiotika ist bei Virusinfektionen nicht sinnvoll.
Die Behandlung von Lymphknotenschwellungen aus anderen Gründen hängt von die Ursache ab:
Infektion: Die häufigste Behandlung geschwollener Lymphknoten aufgrund einer bakteriellen Infektion ist die Behandlung mit Antibiotika. Wenn die Lymphknoten durch eine HIV-Infektion geschwollen sind, erhalten die betroffenen Personen eine spezielle Behandlung.
Immunschwäche: Wenn die Ursache der Lymphknotenschwellung eine bestimmte Erkrankung wie Lupus oder rheumatoide Arthritis ist, richtet sich das Behandlung nach der zugrunde liegenden Erkrankung.
Krebserkrankung: Geschwollene Lymphbahn, die durch eine Krebserkrankung verursacht werden, erfordern eine Behandlung der Krebserkrankung. Je nach Art des Krebstier kann die Behandlung aus einer Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie bestehen.
Ursachen geschwollener Lymphknoten
Geschwollene Lymphknoten haben ihre Grund meist in einer Infektion der Haut oder des umliegenden Gewebes oder in einer harmlosen Virusinfektion, das von selbst wieder verschwindet. Es kann aber auch eine ernstere Infektion oder eine Krebserkrankung dahinter stecken. Geschwollene Lymphknoten können sowohl schmerzhaft als auch schmerzlos auftreten.
- Geschwollene Lymphknoten entstehen meist, wenn ein Krankheitserreger bezähmt wird. Das Immunsystem arbeitet in dieser Situation sehr stark und die Lymphknoten schwellen an.
Zu den häufigsten Ursachen für geschwollene Lymphknoten gehören:
Infektionserkrankungen
Rheumatische Erkrankungen
Krebserkrankungen
- Leukämie
- Maligne Lymphome (Lymphdrüsenkrebs, bösartiges Lymphom)
- Lymphknoten-Metastasen
Wenn ein gesundheitliches Problem auftritt, zum Beispiel eine Infektion, eine Verletzung oder Krebs, können das Lymphknoten in diesem Bereich anschwellen oder sich vergrößern, da sie versuchen, die „schlechten“ Zellen herauszufiltern.
Geschwollene Lymphbahn (Lymphadenopathie) weisen darauf hin, dass etwas nicht richtig, aber auch andere Symptome können helfen, das Problem zu lokalisieren. So deuten zum Beispiel Ohrenschmerzen, Fieber und vergrößerte Lymphknoten in der Nähe des Ohr auf eine Mittelohrentzündung oder eine Erkältung hin.
Zu den Bereichen, in denen die Lymphknoten häufig anschwellen, gehören der Nacken, die Leistengegend und die Achselhöhlen. In den meisten Fällen schwillt immer nur ein Lymphknotenbereich an. Wenn mehr als ein Lymphknotenbereich geschwollen ist, spricht man von einer generalisierten Lymphadenopathie.
Einige Infektionskrankheiten (z. B. Streptokokken und Windpocken), bestimmte Medikamente, Erkrankungen des Immunsystems und Krebserkrankungen wie Lymphome und Leukämie können eine solche Schwellung verursachen. Lymphknotenschwellungen haben oft andere Ursachen als Krebs.
Folgen einer Lymphknotenentfernung
Wenn Lymphknoten entfernt werden, kann die Lymphflüssigkeit aus dem betroffenen Gebiet nicht mehr abfließen.
Viele Lymphgefäße verlaufen nun an der Stelle des entfernten Knotens in einer Sackgasse, und das Flüssigkeit kann sich zurückstauen.
Man spricht von einem Lymphödem, das zu einem lebenslangen Problem werden kann. Je mehr Lymphknoten entfernt werden, desto größer ist das Wahrscheinlichkeit, dass dieses Problem auftritt.
Da das Immunsystem riesig und komplex ist und sich überall im Leib befindet, ist es sehr unwahrscheinlich, dass das Immunität eines Menschen durch die Entfernung von Lymphknoten während einer Krebsoperation geschwächt wird.
Quellen
- American Cancer Society
- National Institutes of Health
- National Cancer Institute
- American Joint Committee on Cancer
- Liao S, von der Weid PY. Lymphatic system: an active pathway for immune protection. Semin Cell Dev Biol. 2015;38:83–89.
- National Institute of Allergy and Infectious Diseases. Overview of the Immune System