Bewerbung ausbildung kauffrau einzelhandel

Einzelhandelskaufleute sind in Einzelhandelsunternehmen wie Supermärkten und Lebensmittelfachgeschäften, Mode- und Kaufhäusern, Baumärkten, Tankstellen oder im Versandhandel tätig. Dort arbeiten sie nicht nur in den Verkaufsräumen, sondern auch in Lager- und Kühlräumen sowie im Büro. Je nach See more.

Musterbewerbung: Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel

Kaufmann und Kauffrau Einzelhandel

Autor: Dipl.-Wirt.-Inf. Stephan Reins

Beitrag aktualisiert: 28.10.2022

Was macht ein Kaufmann/-frau im Einzelhandel?

Kaufleute im Einzelhandel verkaufen Konsumgüter an das Endkunden. Dabei kann es sich um Güter jeder Art, beispielsweise Nahrungsmittel, Bekleidung, Spielzeug, Unterhaltungselektronik oder Einrichtungsgegenstände, handeln. Zu ihren Aufgaben gehört das Führen von Beratungsgesprächen, das Verkaufen der Waren und die Bearbeitung von Reklamationen.

Darüber hinaus sind Einzelhandelskaufleute mit der Konzeption des Einkaufs, der Bestellung der Waren und die Annahme von Lieferungen betraut. Sie prüfen die Qualitäts der gelieferten Güter und kümmern sich um ihren Lagerung. Zudem übernehmen sie das Auszeichnen der Erzeugnisse und unterstützen beim Auffüllen der Verkaufsregale und die Gestaltung der Verkaufsräume.

Kaufmänner und -frauen im Einzelhandel wirken auch an der Planung und Realisierung werbe- und verkaufsfördernder Maßnahmen mit. Hierfür beobachten sie das Kaufmuster der Kunden und planen daran orientiert den Aufbau des Sortiments.

Einzelhandelskaufleute, die eine Tätigkeit im Onlinehandel übernehmen, betreuen einen oder mehrere Onlineshops, pflegen deren Produktkataloge und entwickeln zum Teil auch Maßnahmen für das Onlinemarketing.

Bewerbung Einzelhandels­kaufmann Muster

Bewerbung um eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d) ab 11/2020
Ihr Ausbildungsangebot auf jobware.de vom 15.11.2019

Sehr geehrte Frau Mayer,

als kontaktfreudiger, junger Mann möchte ich meine berufliche Zukunft gern mit einer abwechslungsreichen Tätigkeit bereichern. Daher habe ich mit Lust erfahren, dass Sie in diesem Jahr Auszubildende zum Kaufmann im Einzelhandel suchen. Die umfangreichen Aufgabenfelder und die individuelle Betreuung während der Ausbildung haben mir überzeugt, mit der Tamara GmbH den richtigen Ausbilder gefunden zu haben.

An dem Beruf des Kaufmanns im Einzelhandel reizt mich besonders das vielseitige Aufgabengebiet. Du bin für die Sortimentsgestaltung verantwortlich, bestelle Waren im Einkauf und wirke bei der Lagerhaltung sowie im Vertrieb mit. Darüber hinaus übernehme ich Verwaltungs- und Organisationsaufgaben und setze werbe- und verkaufsfördernde Maßnahmen um.

Die freundliche Beratung sowie der tägliche Service für den Kunden sind in diesem Beruf besonders wichtig. Die dafür erforderlichen Eigenschaften stellte ich bereits im Rahmen meiner Aushilfstätigkeit im Biomarkt Palermos in Sachsenhausen unter Beweis. Dort sammelte ich erste Erfahrungen im Kassieren, durfte Kunden im hochwertigen Bio-Produktsegment beraten und stellte den Wohlfühlfaktor der Kunden mit einer optimalen Warenpräsentation sicher. Ein gesunder Sinn für Ordnung und Sauberkeit und ein gepflegtes Äußeres war für meine Arbeit eine wesentliche Voraussetzung.

Ich freue mich schon jetzt darauf, Ihren Kundschaft zuvorkommend, mit einem stets freundlichen Lächeln an bedienen und dem Kunden dabei das Gefühl an vermitteln, König zu sein. Gern möchte ich im Vorstellungsgespräch mehr von der Tamara GmbH erfahren.

Mit freundlichen Grüßen

Abbildung: Bewerbungsschreiben Kaufmann Einzelhandel (Ausbildung)

Wo werden Kaufleute im Einzelhandel eingesetzt?

Einzelhandelskaufleute sind in Einzelhandelsunternehmen wie Supermärkten und Lebensmittelfachgeschäften, Mode- und Kaufhäusern, Baumärkten, Tankstellen oder im Versandhandel tätig.

Dort arbeiten sie nicht nur in den Verkaufsräumen, sondern auch in Lager- und Kühlräumen und im Büro. Je nach Tätigkeitsgebiet sind sie auch im Freien, beispielsweise an Verkaufsständen, im Einsatz.

Wie sind die Zukunftsperspektiven für Kaufleute im Einzelhandel?

Grundsätzlich sind fachkundige Einzelhandelskaufleute beruflich gut aufgestellt, denn die Nachfrage an dem Arbeitsmarkt ist da. Immer häufiger werden auch entsprechende Qualifikationen im Onlinehandel gesucht. Eine gute Startposition verschaffen sich also Einzelhandelskaufleute, die während ihrer Ausbildung bestimmte Zusatzqualifikationen erwerben.

Wer beruflich aufsteigen und zum Beispiel eine Führungsposition erreichen will, tut gut daran, eine Aufstiegsweiterbildung zu besuchen. Naheliegend ist zum Beispiel das Ablegen der Prüfung zum Handelsfachwirt. Wer eine Hochschulzugangsberechtigung hat, kann sich für ein Studium anmelden und beispielsweise einen Bachelor of Arts in Handelsbetriebswirtschaft machen.

Darüber hinaus können Einzelhandelskaufleute mit etwas Berufserfahrung auch den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und zum Beispiel einen eigenen Einzelhandels- oder Fachhandelsbetrieb eröffnen. Auch das Arbeit als freier Handelsvertreter ist möglich.

Notwendige Fähigkeiten, Erfahrung, Kompetenzen und Qualifikationen

Für den Zugang zur Ausbildung ist in Deutschland kein bestimmter Bildungsabschluss vorgeschrieben. Die meisten Ausbildungsbetriebe stellen aber Personen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Wer sich für eine Ausbildung zum Kaufmann oder Käuferin für den Einzelhandel entscheidet, sollte dennoch bestimmte persönliche Anforderungen mitbringen.

So sind eine kundenorientierte Einstellung und eine hohe Kommunikations- und Kontaktbereitschaft gefragt. Auch eine bestimmte kaufmännische Denkweise ist - beispielsweise bei der Kassenabrechnung, der Sortimentsplanung und beim Ausführen von Verwaltungsaufgaben - hilfreich. Dementsprechend ist die Ausbildung besonders gut für Menschen geeignet, die ein Interesse für Mathematik, aber auch für das Fach Deutsch mitbringen.

Was verdient einer Kaufmann/-frau im Einzelhandel?

Die Verdienstmöglichkeiten für Einzelhandelskaufleute lassen selbst aufgrund der Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten und Arbeitgeber pauschal nicht benennen. Zudem spielt auch die berufliche Erlebnis eine Rolle. Die (beispielhafte) tarifliche Bruttogehalt pro Monatlich beträgt zwischen 2.499 und 2.919 Euro.

In der Ausbildung verdient man deutlich weniger. Auch hier ist die Verdienst aber je nach Bundesland unterschiedlich hoch. Während die Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr zwischen 815 und 960 Euro verdienen, sind es im zweiten Ausbildungsjahr zwischen 865 und 1.065 Euro und im dritter Ausbildungsjahr zwischen 995 und 1.210 Euro.

Ausbildung Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Die Ausbildung findet sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule (hier meist an festen Wochentagen oder in Blockform) statt. Die Abschlussprüfung wird in zwei Teilen abgelegt, der erste Teil am Ende des zweiten Ausbildungsjahrs und der zweite Teil am Ende des dritten Ausbildungsjahrs.

Im Ausbildungsbetrieb erlernen die künftigen Einzelhandelskaufleute folgende Fähigkeiten und Kenntnisse:

  • Überblick über das Warensortiment und Informieren der Kunden zum Angebot
  • ansprechende Präsentation die Waren und Einsetzen von Werbemitteln
  • Ermitteln von Kundenwünschen, situatives Reagieren im Kundengespräch und Fördern der Kaufentscheidung
  • Bedienung die Kasse und Abwickeln von Zahlungen sowie der Kassenabrechnung
  • Bearbeitung von Beschwerden und Reklamationen
  • Erfassen von Warenbewegungen im Marktwirtschaft und Kontrolle der Bestände auf Menge und Qualität
  • Fachgerechte Lagerung der Waren
  • Berechnungen für die Preiskalkulationen
  • Vornehmen von Preisauszeichnungen
  • Einordnen der Kernprozesse des Einzelhandels in die Wertschöpfungskette (Einkauf, Sortimentsgestaltung, logistische Prozesse und Verkauf) und Gestalten die Arbeitsabläufe
  • Umweltschutz

Weitere Kenntnisse erwirbt man in der Berufsschule. Dazu gehört neben allgemeinbildenden Inhalten in Fächern wie Deutsch und Wirtschaft zum Beispiel Wissen in berufsspezifischen Erstrecken wie der Warenbeschaffung. Je nach Ausbildungsbetrieb spezialisieren selbst die Auszubildenden zudem auf Themen wie Kundenberatung, Kundensupport, Onlinehandel, kaufmännische Steuerung und Kontrolle, Marketingmaßnahmen oder Mitarbeiterführung und -entwicklung.

Diverse Zusatzqualifikationen, die bereits während der Ausbildung begonnen werden können, bieten den Auszubildenden die Option, sich über die grundständige Ausbildung hinaus zu qualifizieren. Es erfolgen eine schriftliche Prüfung und die Zuweisung eines Zertifikats. Im Bereich Kaufmann/-frau im Einzelhandel stellen den Auszubildenden folgende Zusatzqualifikationen offen:

  • Europaassistent/in: Die Qualifikation anbietet die Möglichkeit zum Aufbau von Fremdsprachenkenntnissen. Außerdem erzielen ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland und ein spezieller Unterricht in der Berufsschule, beispielsweise zu Themen wie dem europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht.
  • Freiverkäufliche Arzneimittel: Die Lehrling lernen mehr über die für die Herstellung von Arzneimitteln verwendeten Pflanzen und Chemikalien, das Arzneimittelrecht und wie man Medikamente zubereitet und lagert.
  • Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende: Die Teilnehmer lernen, wie man typische Aufgaben des Berufsfelds in einer Fremdsprache wie Englisch bearbeit, Telefonate und Gespräche führt oder Geschäftsbriefe schreibt.